Initiativ Bewerbung (inaktiv) Jutta Ebrecht Betreuungskraft Mediengestalterin für Digital- und Printmedien Fachrichtung Medienoperating
 Initiativ Bewerbung (inaktiv)   Jutta Ebrecht Betreuungskraft Mediengestalterin für Digital- und PrintmedienFachrichtung Medienoperating 

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Herzlich willkommen!

Ich freue mich, dass Sie auf meine Seite zugreifen. 

 

Vorwort:

 

Als "pflegende Angehörige" habe ich seit 2011 meine Mutter betreut. Die ersten Jahre konnte ich dies noch mit einer Teilzeitstelle kombinieren. 2018 musste ich mich dann entscheiden, entweder meine Mutter in einem Seniorenheim unterbringen oder meine Arbeit aufgeben. Meine Mutter war immer ein herzensguter, liebenswürdiger Mensch und es war ihr ausdrücklicher Wunsch zu Hause alt zu werden und zu sterben. Wohl kaum ein Mensch, schon gar nicht jemand der aus der Pflege kommt, hätte da gezögert. Also entschied ich mich für die Pflege meiner Mutter bis zu ihrem Lebensende.

 

Es war ein 24/7/365 Job.

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Seit Ende 2021 stand ich nun wieder dem Arbeitsmarkt zu Verfügung. Die psychische und physische Belastung der letzten Jahre, vor allem die Begleitung während der Sterbephase, stitzen tief - immer noch.

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Der Wiedereinstieg in das Berufsleben (in einem Seniorenheim) war für mich ein Horrorszenario.
Vielleicht findet man meine ganzen Erfahrungen in dieser Einrichtung noch mal in einem Buch mit Kurzgeschichte von Pflegekräften, Betreuungskräften und anderen Mitarbeitern im Pflegebereich.

 

Viel blöder hätte eine Rückkehr ins Berufsleben jedenfalls nicht laufen können.
 

Mein nächster Versuch startete bei einem ambulanten Betreuungsdienst, wo ich auch heute noch Stundenweise arbeite. Es ist keine Anstellung die man wegen des Geldes machen kann, aber der Seele gut tut.
 

Seit September arbeite ich auch wieder in einem Seniorenheim in der Betreuung. Bin vorsichtiger geworden und mein Grundvertrauen hat etwas gelitten, doch so gaaanz langsam denke ich „angekommen“.

Wie auch immer - dies ist keine Bewerbungsseite mehr. Irgendwann demnächst werde ich sie auch komplett umgestalten.

Zeilen aus meinem Bewerbungsanschreiben 


" Die Arbeit in der Pflege, sowie auch in der Beschäftigungstherapie, haben meine Fähigkeit sich in die Menschen einzufühlen stark ausgeprägt.

Diese Erfahrung ist mir auch in meiner Tätigkeit als Mediengestalterin sehr von Nutzen, da ich die Wünsche schnell erfassen, visualisieren und graphisch wiedergeben kann.

 

Ich bin sowohl das selbstständige Arbeiten wie auch das Arbeiten
im Team gewohnt und nicht zuletzt wegen meiner jugendlichen Reife zuverlässig und verantwortungsbewusst.

 

Mein neues Berufsfeld wünsche ich mir im Bereich Betreuung
(keine Pflege!
oder im Medienbereich (Bildbearbeitung, Grafikerstellung, Layoutgestaltung oder Bürotätigkeit). "
 

Meine Freizeit verbringe ich mit Musik hören, Fotografieren, Lesen, Fahrradfahren und am Computer. Auch engagiere ich mich im Umweltschutz und bin in mehreren Pflegebündnissen.

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Da ich zur Zeit in einem netten Team arbeite, wird mein Interesse an einem neuen Arbeitsplatz erst ab 20,00€ Std. Lohn, 30 Tagen Urlaub bei einer 5-Tage Woche, nicht in der Pflege und höchsten 30 Std. in der Woche, geweckt.
:-D :-D :-D

Anmerkungen:

Warum Betreuung und "keine Pflege"?

Nun, ich weiß nicht wie die Lerninhalte in der Altenpflege heute aussehen - damals, als ich die Ausbildung absolviert habe, stand noch die "ganzheitliche, aktivierende Pflege" im Vordergrund. Man hatte Zeit für Gespräche und manchmal auch für Spiele und Spaziergänge, die Körperpflege war Hilfe zur Selbsthilfe um Ressourcen zu erhalten ... doch all dies änderte sich.

Es ist nicht mehr mein Beruf !
Natürlich bin ich bereit, gerade jetzt wärend der Pandemie und dem Pflegenotstand, auch leichte pflegerische Tätigkeiten zu übernehmen - als Ausnahme - und nur in ganzheitlicher, aktivierender Form. 

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Die Situation für "pflegende Angehörige" ...
... ist eine Katastrophe. Von der Politik wird diese Gruppe gerne übersehen, obwohl "pflegende Angehörige" mit fast 80%, der größte Pflegedienst in Deutschlands sind.

Während des Lockdowns wurden sie komplett vergessen. Erst nach und nach kam von Seiten der Politik "Hilfe" - Hilfe, die oft an den Bedürfnissen der "pflegenden Angehörigen" vorbeigeht oder gar nicht nutzbar ist. 
Wenn Politiker Entscheidungen treffen, sollten sie keine sogenannten externen "Experten" befragen, sondern die Betroffenen. 
Mit dem Zusammenschluss "Pflegeaufstand-Hildesheim" (vorher Pflege am Boden - Hildesheim) gehe ich seit 2013 wieder für bessere Bedingungen in der Pflege auf die Straße.
Für Pflegekräfte und nun auch verstärkt für "pflegende Angehörige"

Ich würde mich freuen, wenn sich der ein oder andere Leser dieser Seite jetzt motiviert fühlt und mit uns auf die Straße geht. 

MfG Jutta

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© Jutta Ebrecht